Warum du dich unbedingt zum Ritter schlagen lassen musst

Wie oft ich (bisher) zum Ritter geschlagen wurde, kann ich an nur einer Hand abzählen. Das ist allerdings schon völlig ausreichend – denn es kommt auf die Bedeutung des Ereignisses an, nicht auf die Menge. Dass diese besonderen Momente überhaupt den Begriff Ritterschlag verdienen, ist mir auch erst viel später bewusst geworden. (Da haben wir’s wieder: für manche Dinge musst du einfach erst ein bestimmtes Alter erreichen.)

Vor allem ist mir irgendwann aufgefallen, dass diese Momente seitdem immer mal wieder in mir wach werden. Da erwischt es mich quasi wie eine innere Ohrfeige. Und schon sind wir beim Thema:

Bist du dir über deine Ritterschläge im Klaren?

Und warum ist das wichtig?

Was ist ein Ritterschlag?

Der Ritterschlag heißt nicht von ungefähr so. Ganz kurz zusammen gefasst: im Mittelalter wird ein Junge im Alter von etwa sieben Jahren einem Ritter zur Obhut und Ausbildung übergeben. Dort dient er als Page auf der Burg. Mit etwa vierzehn Jahren wird der Junge dann Knappe; er kümmert sich um Pferde und Equipment und geht mit „seinem“ Ritter auf Tour.

Wenn er sich dessen würdig erwiesen hat, bekommt er als Mann mit etwa einundzwanzig Jahren von seinem Ritter die Ritterwürde erwiesen. Dies verschafft ihm vor allem gesellschaftlich einen höheren Stand.

Das war die gänzlich vereinfachte Version. Mehr Details sind hier auch nicht notwendig. Die springenden Punkte sind:

  • Werte übermittelt bekommen und eine Ausbildung erhalten
  • Eine gewisse Zeit unter übertragener Verantwortung arbeiten
  • dabei sich bewähren und sich somit
  • die Ritterwürde verdienen, die vergeben wird von einem Ritter oder einem anderen höher stehenden.

Der eigentliche Clou dabei ist der tatsächliche Schlag ins Gesicht (ausgeführt als saftige Ohrfeige), der lange Zeit zum Ritual gehörte. Der Schlag lässt Raum für mehrere Deutungen, aber es darf angenommen werden, dass er auf jeden Fall dabei half, das Ritual und dessen Bedeutung nicht gleich wieder zu vergessen.

Inzwischen ist der Schlag der Berührung von Kopf, Schultern oder Nacken mit dem Schwert gewichen. Die Bedeutung, dass jemand eines höheren Standes jemanden eines niedrigeren Standes per Ritterschlag aufsteigen lässt, ist aber geblieben.

Bekanntlich gibt es in England auch heute noch den Ritterschlag. Es ist normalerweise Sache der Königin, ihn auszuführen und es gibt zahlreiche bekannte Menschen, die aufgrund ihrer Verdienste in den Ritterstand gehoben werden. Musiker, Fußballer, Schauspieler – und natürlich Agenten!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

How very british: Austin Powers, die Queen und Ming Tea

Ist der Ritterschlag vergleichbar mit einer Medaille?

Der Ritterstand ist eine Auszeichnung, allerdings erfolgt diese nicht aufgrund eines gewonnenen Wettbewerbs. Im Wettbewerb wird die eine Disziplin, um die es geht, herangezogen, um über die Auszeichnung zu entscheiden. Das ist eine ganz klar geregelte Sache: wer am schnellsten läuft, gewinnt Gold. Da geht es also letztlich gar nicht um den Menschen, sondern nur um die Zahl.

Beim Ritterschlag geht es aber darum, ob bzw. wie sich eine bestimmte Person um die Ritterwürde verdient gemacht hat. Das hat damit zu tun, welche Delle die Person ins Universum gehauen hat. Ein Beispiel:

Bob Geldof – Live Aid – Ritterschlag – Sir Bob Geldof.

(Der Vollständigkeit halber: es gibt verschiedene Unterordnungen des Ritterschlages. Midge Ure, der ebenfalls für Live Aid verantwortlich war, hat eine Unterstufe des Ritterschlags erhalten und ist deshalb kein Sir. Und Bob dürfte theotretisch trotz seines Ritterschlags, der eine höhere Stufe hat, als der von Midge Ure, auch kein Sir sein – aber das ist eine andere Geschichte.)

Was bedeuten SIR und DAME?

Damals betraf der Ritterschlag die Ritter – und nicht die Ritterinnen. Das ist heute anders. Sofern die Ausgezeichneten britischer Herkunft sind und einen Ritterschlag höherer Ordnung bekommen haben, dürfen sie sich Sir bzw. Dame vor den Namen setzen.

So wird aus dem Musiker Elton John Sir Elton John und aus der Schauspieleren Judi Dench Dame Judi Dench.

Der Titel ist also auch ein Zeichen des Respekts.

In Amerika ist dieses Zeichen erhalten geblieben, obwohl es dort keine Ritterschläge in diesem Sinne gibt. Die Anrede „Sir“ gegenüber Herren bzw. „Madam“ (abgeleitet von Dame) gegenüber Damen entspricht dem Gebot der respektvollen Höflichkeit. Der Nachgeschmack der deutlichen Rangordnung, etwa zwischen einem Liftboy und einem Hotelgast, ist bisweilen durchaus verspürbar.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Warum sind persönliche Ritterschläge wichtig?

Ich habe irgendwann bestimmte Situationen als Ritterschläge bewertet. Das waren genau die Situationen, die das Prinzip des Ritterschlages widerspiegeln. Das wichtigste Prinzip dabei ist:

Du erhältst den Ritterschlag nicht um des Ritterschlags willen.

Ganz im Gegenteil. Jeder Lebens-Ritterschlag erwischt dich völlig unvorbereitet im Moment – aber im Nachhinein erweist er sich als völlig logische Konsequenz deiner Handlungen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die wenigen Situationen, denen ich selbst den Status des Ritterschlags verliehen habe, mich darin bestätigen, alles richtig gemacht zu haben.

Daraus ergibt sich zweierlei. Erstens weiß der Schlagende in aller Regel gar nicht, was er im Moment dieser Situation für eine wichtige Funktion hat. Zweitens wird es dir Stabilität bei der Identifikation deines Dings, deines Sinns, deiner Mission geben.

Denn wenn du zum Beispiel eine Musikerkarriere anstrebst, nebenbei aber noch die verdammt beste Käse-Sahne-Torte der Stadt backst, wird dir ein Lob über die Torte zwar gefallen, aber du wirst es nicht als Ritterschlag erfinden. Denn die Kirschtorte ist nicht dein Ding. Den wirklichen Ritterschlag bekommst du in Bezug auf deine Musik.

Und deshalb ist der Ritterschlag als solcher so wichtig. Er stärkt dein Selbstbewusstsein und dein Selbstvertrauen. Der Ritterschlag beweist dir, dass du es kannst, dass du es gemacht hast und dass es gut war.

Daher ist vielleicht jetzt ein guter Zeitpunkt, mal über deine bisher bekommenen Ritterschläge zu sinnieren.

Wer darf mir auf keinen Fall Ritterschläge erteilen?

Das ist ein ganz wichtiges Thema! Es steht direkt im Zusammenhang mit der ebeso wichtigen Frage:

Wer darf mich kritisieren?

Das Ding ist nämlich, dass sehr oft irgendjemand daher kommt und meint, er müsse jetzt seinen Senf zu irgendeiner gegebenen Situation dazugeben. Oder zu einer Äußerung deinerseits, oder einer Handlung.

Dieser Senf schmeckt nicht selten nach „Du hast es falsch gemacht, ich weiß/kann/mache es besser. Vor allem: besser als du“.

Sei vorsichtig mit denen, die sich selbst auf den Thron setzen!
Quelle: Pixabay

Leider kommt diese (offenbar allzu menschliche) Verhaltensweise in der Regel nur von genau denjenigen, denen du niemals das Recht geben solltest, dich zu kritisieren! Das bezieht sich übrigens gleichermaßen auf negative wie positive Äußerungen.

Warum ist das so?

Nun, das geht schon damit los, dass jemand ungefragt in die Kerbe haut. Ein Ritter würde das nie tun. Er wird entweder abwarten, ob er um seine Meinung gebeten wird – oder er fragt vorher, ob er etwas dazu äußern dürfe. Oder es ist in der gegebenen Situation klar, dass er der Ritter ist und sein Senf schon schmackhaft sein wird, selbst, wenn es um eine Kritik geht.

Demzufolge würde ein Ritter auch nie einem Knappen mit einem solchen Verhalten die Ritterwürde übertragen. Du musst unbedingt stets darauf achten, wer für dich letztlich nur Knappe ist und wer als Ritter mit dir auf Augenhöhe oder darüber ist.

In diesem Punkt bist du selbst der Ritter.

stimmt’s? Oder hast du gerade das Gefühl, eher immer als Knappe (in negativem Sinne) aufzutreten?

Glaube mir, das kenne ich! Es hat mit mangelndem oder gar vollständig fehlendem Selbstbewusstsein zu tun. Ich habe schon an anderer Stelle darüber gesprochen, daher fasse ich mich kurz:

Ich habe seit meiner Kindheit sehr lange, viel zu lange, praktisch allen anderen die Rittermacht über mich gegeben. Ich war praktisch immer nur Knappe. Das hat sich darin geäußert, dass im Grunde jeder – auch jeder dahergelaufene – Spaguffel mit mir umgehen konnte, wie er wollte.

(Ganz ehrlich: ich kriege gerade die Wut, während ich das hier schreibe. Aber gut, es war meine Schuld. Das muss ich akzeptieren. Denn wenn du anderen die Schuld gibst, gibst du ihnen Macht. Und wenn du Menschen die Macht gibst, dann nehmen sie sie auch.)

Wer darf mir Ritterschläge erteilen?

Inzwischen habe ich eine Menge dazugelernt und Menschen in mein Umfeld geholt, die mich wirklich loben und tadeln dürfen und sogar sollen.

Und das sind Menschen, die

  • im betreffenden Bereich wirklich besser sind als ich und genau verstehen, worum es beim Thema geht
  • mich so nehmen, wie ich bin und an mich glauben
  • begriffen haben, dass Kritik immer an der Sache hängt und nicht an der Person.
Artus Standbild
Quelle: Pixabay

Diese Menschen verhalten sich selbstverständlich auch so, wie es sich für Ritter geziemt. Das tun sie aus sich heraus. Und sie scheuen sich nicht, dir kräftig in den Arsch zu treten, wenn es notwendig ist. Das ist durchaus hilfreich, nämlich immer dann, wenn sie von außen besser sehen können, als du von innen.

Der Unterschied zwischen rituellem und persönlichem Ritterschlag ist also, dass du entscheidest, wer dir Ritter ist. Das können letztlich beliebig viele sein; aber, wie eingangs erwähnt, ist die Zahl nicht entscheidend, sondern die Qualität des Ritterschlags.

Welche Ritterschläge habe ich bisher erhalten?

Meine Ritterschläge kamen bisher am ehesten aus der Musik – kein Wunder, da liegt ja auch mein Ding. Aber auch andere mir wichtige Bereiche haben bereits ihr gutes Fett weggekriegt. Ich möchte dir drei meiner persönlichen Ritterschläge vorstellen.

Zum Beispiel durfte ich damals, als der junge Jost N. nach Hamburg kam und in der Music Station unterrichtete (unter anderem mich), eine wundervolle Situation erleben. Ich hatte Wartezeit zu überbrücken und mich daher im großen Raum an das Schlagzeug gesetzt, um zu üben. (Ich glaube aber, ich habe nur gedaddelt.)

Da ging plötzlich die Tür auf und Jost kam herein. Ich hörte auf zu spielen und er sagte:

„Ach so, du bist das. Von dem, was ich durch die Tür gehört habe, dachte ich, du wärst Udo.“

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jost ist u.a. Drummer bei Jan Delay.

Bäm! Was für ein Statement! Udo Dahmen, damals Chef der Music Station, war einer der Top-Drummer in Deutschland und ist heute noch höchst angesehen. Mich also für Udo Dahmen zu halten, ist die eine Sache; aber von Jost für Udo gehalten zu werden – das ist ein Ritterschlag!

In einem ähnlichen Bereich bin ich von Thomas L. zum Ritter geschlagen worden. Ich habe lange Zeit für ROLAND gearbeitet, dem Weltmarktführer in Sachen elektronische Drums. Thomas, ein Drummer der Weltliga, war mit ROLAND eine Woche lang auf Promotion-Tour, um Drum Workshops zu geben.

Es war mein Job, dafür zu sorgen, dass Thomas‘ Set auf- und abgebaut, sowie transportiert wird. Ich hatte einen Kollegen dabei, ohne den es nie so geklappt hätte. Er hat verstanden, wie es sein sollte und er war fähig.

Nun ist Thomas L. dafür bekannt, dass er eine Phalanx von Fußpedalen spielt, die alle ihren Platz brauchen. Außerdem bedient er üblicherweise große Setups. Und so bestand sein ROLAND Set auch nicht aus einer Standardvariante, sondern war zusammengestellt aus zweieinhalb Sets sowie Extra-Equipment und dem nötigen Stativgeraffel.

Es ging hier teilweise um Millimeter.

Mein Kollege und ich haben also einen Plan entworfen und umgesetzt, um die Logistik zu managen. Am letzten Tag der Tour spielte sich die Sache auf einem Drummer-Festival ab. Viele weltbekannte Drummer, viele Drumsets, kaum Platz, kein Licht hinter der Bühne – und Zeitknappheit.

Wir waren hochkonzentriert bei der Sache. Hinter der Bühne an den Podesten vorbeigequetscht, einer leuchtet, einer baut, es lief wie geschmiert. Alles in 20 Minuten, viel zu knapp. Okay, Benny Greb ist fertig. Zack, Zack, Rollpodest raus, Kabel rein, Soundcheck kann losgehen.

Thomas setzt sich also ans Set und fängt an zu checken, ob alles funktioniert und spielt. Und dann hält er inne, sieht mich und meinen Kollegen an und sagt:

„Also, das ist echt cool. Ich musste die gesamte Woche nicht ein einziges mal irgendetwas umstellen oder nachkorrigieren. Das Set stand immer absolut perfekt. Danke, Jungs!“

Boah! Sir Steinwede, Alter!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Und hier ist das Drumset!

Ich glaube, mir bedeutet dieser Ritterschlag deshalb so viel, weil es gerade nicht darum ging, einen musikalischen Vergleich aufzustellen. Das ist eh ohne Chance, da Thomas ein Drummer der Weltklasse ist. Aber er hat genau verstanden, dass ihm das alles nichts nützt, wenn er keinen Team-Support hat. Und ich wollte den besten Team-Supporter geben, der möglich war.

Ist ein prominenter Ritter besser als ein unbekannter?

Die beiden Beispiele beziehen sich auf relativ prominente Figuren. Das hat allerdings keine große Bedeutung für Ritterschläge, nur, um das mal klarzustellen.

Mein großes Glück, mit Leuten wie Jost, Thomas, aber auch Klaus Büchner, Alex Ligertwood oder Tony ich-hab-den-Schrank-voller-Grammys Lindsay zu tun zu haben (um nur mal einige zu nennen), liegt keinesfalls in deren Prominenz oder Auszeichnungen.

Sondern darin, dass das alles durchweg wundervolle Menschen sind! Ich konnte von ihnen lernen, ich konnte mit ihnen einmalige Momente teilen – und ich konnte und kann eine Menge Spaß mit ihnen haben!

Das gilt selbstverständlich auch für die anderen Menschen in meinem Umfeld, die schon deswegen nicht prominent sind, weil sie gar nicht in der Branche zu tun haben.

Mein drittes Beispiel für einen Ritterschlag, auf den ich sehr stolz bin, kommt denn auch aus einer verwandten, aber schon eine Ecke entfernten Branche, nämlich der Veranstaltungs- und Netzwerktechnik.

Ich habe lange Zeit in diesen Bereichen als Freelancer gearbeitet. Da mir inzwischen klar ist, dass das nicht mein Ding ist, mache ich das nicht mehr. Die Materie hat einfach nicht mit mir gesprochen, so interessant ich sie auch finde.

Nun gut. In dieser Branche gibt es einen sehr fähigen Fachmann, der gleichzeitig ein wundervoller Mensch ist: Ben. Ich habe ihn immer um Rat gefragt, bevor ich einen Job annahm. Denn er konnte beurteilen, ob ich den Job erledigen können würde oder nicht.

Ich habe mit seiner Hilfe die abgefahrendsten Jobs gemacht, etwa als Videotechniker auf dieser Baustelle hier:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Grand Dame der Flugzeuge als Videoleinwand bei der Enthüllung des neuen Lufthansa Logos

Nun gut, folgende Situation: Ein neues Geschäft sollte vernetztwerkt werden, mit internem WLAN, unabhängiger Gerätesteuerung, mit allem PiPaPo. Die Chefin des Ladens war auf der Baustelle vor Ort, als gegen Feierabend die Kollegen gingen und ich noch ein Stündchen Installationsarbeit mit großen Fernsehern vor mir hatte. Ich wollte das fertig haben.

Kaum waren die Kollegen – darunter Ben – weg, krähte die Chefin auch schon los. „Ich kann keine Emails verschicken, könnense das mal fixen?“

Shit. Nein, kann ich nicht. Keine Peilung davon – und keiner der Kollegen am Handy erreichbar. Na klar, was auch sonst.

Ich hab mich in meiner Not gefragt, was Ben wohl machen würde und kam so auf eine Idee, woran es liegen könnte. Und yes – ein Treffer! Ich habe es hingekriegt.

Das wirklich coole kam aber erst danach. Als ich Ben nämlich irgendwann am Telefon hatte und ihm erzählte, was ich gemacht habe, schwieg er kurz und meinte dann zu mir:

„Also, darauf wäre ich nicht gekommen.“

Halleluja! Das war für mich ein Ritterschlag erster Kajüte!

Also: es geht nicht um die Prominenz, sondern um die Kompetenz des Ritters, den du als solchen erklärst (oder auch nicht) und um die persönliche Konstellation zwischen dir und deinem Ritter.

Und? Wie steht es um deine Ritterschläge?

Ich denke, die anfangs gestellte Frage, warum das Thema so wichtig ist, ist nun beantwortet. Bleibt noch die Frage, ob du dir über deine erhaltenen Ritterschläge im Klaren bist.

Bereit für den Ritterschlag?
Quelle: Pixabay

Das ist natürlich eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Ich kann dir nur den Rat geben: falls du (noch) keine Ritterschläge verbuchen kannst, dann gehe nicht auf die Suche nach Ritterschlägen. Sondern überprüfe, ob du in dem Umfeld lebst, das deinem Ding entspricht. An welcher Stelle du dich noch verbessern kannst oder musst, um der beste zu sein, der du sein kannst.

Wenn dem nicht so ist – ändere das, und zwar schnell! Du hast ja nur dieses eine Hier und Jetzt.

Wenn dem aber doch so ist, dann mach einfach weiter. Die Ritterschläge kommen irgendwann zu dir.

Und wenn du schon welche verbuchen kannst, dann schreib sie auf. Ich bin froh, dass ich diesen Blog geschrieben habe, denn ich hatte es vorher nie schriftlich festgehalten. Ich merke aber jetzt, wie gut das tut. Dann könnte das bei dir doch auch so sein, oder?

Bist du selbst ein Ritter?

Es geht natürlich auch umgekehrt. Nichts spricht dagegen, dass du selbst bereits einmal die Rolle des Ritters hattest – womöglich, ohne es zu wissen. Aber spätestens, wenn dir jemand sagt, dass du ihm auf diese oder jene Weise einen Ritterschlag verpasst hast – dann scheue dich nicht, dieses Feedback ebenfalls als Ritterschlag anzusehen.

Hauptsache, die Ritterlichkeit kommt aus dir selbst heraus. Ich denke, wenn sich mehr, am besten alle, ihrer Ritterlichkeit bewusst wären, wäre unser Planet ein Hort des Respekts.

Naja, daran müssen wir wohl noch ein bisschen arbeiten…